Die geistigen Wirrungen des Sebastian Bauer
Artikel mit Tag mineralölindustrie
Dienstag, 4. Dezember 2007
Preiskarussell an Tankstellen - eine Erklärung?
Nachdem ich jetzt mal Börsenkurse studiert und ein paar aktuelle News recherchiert habe, lässt sich wohl sagen, dass der plötzliche Preissturz wirklich mit dem Ölpreis zusammenhängt: Als vor 3-4 Wochen die Preise schlagartig explodiert sind, ging auch der Ölpreis auf ein Rekordniveau von über 99 Dollar pro Barrel (159 Liter). In Anbetracht des anstehenden OPEC Treffens, ist der Ölpreis nun wieder genauso schlagartig, um über 10%, auf unter 88 Dollar pro Barrel, gefallen. Grund dafür ist wohl vor allem, dass sich einige Ölminister der OPEC für eine Erhöhung der Fördermenge ausgesprochen haben, um den Preisanstieg zu stoppen, aber auch die mögliche Abschwächung des Wirtschaftswachstumes in den USA wird für den Preisverfall verantwortlich gemacht. Das Treffen der OPEC Ölminister findet am Mittwoch statt. Experten befürchten jedoch, gerade auf Grund des Preisverfalls, dass eine Erhöhung der Fördermenge nun doch nicht abgesegnet werden soll. Es wird allerdings vermutet, dass durch die derzeitige konjunkturelle Schwäche der USA, der Preis pro Barell auf bis zu 75-80 Dollar absinken könnte, was sich dann wohl in unserem Geldbeutel an der Zapfsäule bemerkbar machen dürfte.
Eine Erklärung, warum der Diesel aber immer noch auf dem hohen Niveau steht, stünde damit trotzdem noch aus. Sollte der so stark durch die Nachfrage nach Heizöl in den Wintermonaten beeinflusst sein? Von Analysten wird erläutert, dass in den USA bereits jetzt schon im Norden ein kalter Winter am toben sei und eine extrem hohe Heizölnachfrage befürchtet wird.
Allerdings wurde der im Vergleich zum Diesel, extrem niedrige Benzinpreis offensichtlich zusätzlich durch den direkten Konkurrenzkampf der großen Konzerne Shell und Aral beeinflusst. In mehreren Gegenden, beispielsweise in Karlsruhe, habe sich ein Preiskampf entwickelt, nachdem vergangenen Woche die Preise von Super und Normalbenzin angeglichen worden sind.
Eine Erklärung, warum der Diesel aber immer noch auf dem hohen Niveau steht, stünde damit trotzdem noch aus. Sollte der so stark durch die Nachfrage nach Heizöl in den Wintermonaten beeinflusst sein? Von Analysten wird erläutert, dass in den USA bereits jetzt schon im Norden ein kalter Winter am toben sei und eine extrem hohe Heizölnachfrage befürchtet wird.
Allerdings wurde der im Vergleich zum Diesel, extrem niedrige Benzinpreis offensichtlich zusätzlich durch den direkten Konkurrenzkampf der großen Konzerne Shell und Aral beeinflusst. In mehreren Gegenden, beispielsweise in Karlsruhe, habe sich ein Preiskampf entwickelt, nachdem vergangenen Woche die Preise von Super und Normalbenzin angeglichen worden sind.
Geschrieben von Sebastian Bauer
in Allgemein, Medien und Zeitgeschehen
um
11:36
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Tags für diesen Artikel: abzocke, aral, benzin, benzinpreise, mineralölindustrie, mineralölkonzerne, ölkonzerne, sprit, spritpreise, super, tankstelle, tankstellenboykott
Montag, 3. Dezember 2007
Benzinschach - Und der Verbraucher ist der dumme..
Nachdem die Kraftstoffpreise vor etwa 4 Wochen regelrecht explodiert sind, mit Steigerungen um bis zu 20 Cent pro Liter, fragt man sich derzeit doch nun, was für ein Spielchen die Mineralölindustrie mit uns spielen will:
Ende vergangener Woche gab Marktführer Aral bekannt, Super- und Normalbenzin auf das gleiche Preisniveau zu setzen. Natürlich soll dabei der Super nach unten angeglichen werden.. Die in der Vergangenheit - und aber auch jetzt - fleißig dementierten Befürchtungen, die Konzerne wollen Normalbenzin endgültig vom Markt verdrängen, verwirklichen sich also nun wider Willen der Verbraucher, welche diese Änderung so schlucken müssen. Dieses Ziel zu dementieren fällt natürlich leicht: eigentlich will man den Normalbenzin ja gar nicht loswerden. Wenn aber nun jeder - da der Preis ja ohnehin gleich ist - Super tanken wird, gibt es keine Nachfrage mehr für Normalbenzin, ergo müssen sich dann die Mineralölkonzerne "schweren Herzens gezwungen sehen", den Normalbenzin, aufgrund der inzwischen so geringen Nachfrage ja besonders unwirtschaftlich, abzuschaffen. Was die uns da wohl für ein Trauerspiel auftischen werden..
Nunja, alleine diese Entwicklung hat wohl am Wochenende für Verwirrung gesorgt. Noch mehr Verwirrung stiften aber anscheinend die plötzlichen Preisabfälle an den Tankstellen: vielerorts wird berichtet, Super- und Normalbenzin seien auf bis zu 1.339 Euro/Liter abgefallen, SuperPlus auf 1.369-1.409 Euro/Liter, was somit wieder ein Niveau darstellt, wie noch im 2. Quartal dieses Jahres (April-Juni). Damit aber nicht genug: von diesem urplötzlichen Preisabfall, unter das Niveau der Preise vor dem großen Anstieg vor 4 Wochen, scheinen die Preise für Dieselkraftstoff aber nicht beeinfluss worden zu sein: Diesel steht Berichten vieler autoKi User aus dem ganzen Bundesgebiet zufolge auf dem gleichen Preis, bzw gerade einmal 2 Cent unter dem Preis von Normal- und Superkraftstoff, eben auf 1.309-1.339 Euro/Liter. Versuchen die Konzerne nun auch noch den Dieselvorteil endgültig einzudämmen, Otto-Fahrer glücklich zu stimmen, indem die Preise extrem gesenkt wurden und Dieselfahrer - denen, die bisher immer noch günstig fahren konnten - das gleiche Geld aus der Tasche zu ziehen, wie den Ottofahrern? Immerhin: ein geschickter Schachzug. Während man die eine Fraktion unendlich glücklich stimmt, schafft man es, der anderen Fraktion viel Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne, dass diese sich besonders darüber aufregt. Denn: der Preis für Dieselkraftstoff steht nach wie vor auf dem gleichen Niveau, wie seit der Erhöhung vor 3-4 Wochen, ist sogar seit dem 1-2 Cent heruntergegangen.
War das also der taktische Schachzug der Konzerne, Diesel- und Ottofahrer nahezu gleich zu stellen? Immerhin wurden ja die Preise für alle Kraftstoffe vor 4 Wochen angehoben, niemand konnte sich beschweren, gegenüber den anderen ungerecht behandelt worden zu sein. Gesenkt werden die Preise dann allerdings nur für eine Fraktion, in der Hoffnung, die andere werde schon nichts mitkriegen?
Es bleibt interessant, wie dieses Spielchen nun weitergespielt werden soll und wohin sich die Preise letztendlich nun in der Relation zueinander bewegen werden. Ich bin mir aber sicher, dass das nur der Vorbereitungszug für ein strategisches Schachmatt des Verbrauchers war..
Ende vergangener Woche gab Marktführer Aral bekannt, Super- und Normalbenzin auf das gleiche Preisniveau zu setzen. Natürlich soll dabei der Super nach unten angeglichen werden.. Die in der Vergangenheit - und aber auch jetzt - fleißig dementierten Befürchtungen, die Konzerne wollen Normalbenzin endgültig vom Markt verdrängen, verwirklichen sich also nun wider Willen der Verbraucher, welche diese Änderung so schlucken müssen. Dieses Ziel zu dementieren fällt natürlich leicht: eigentlich will man den Normalbenzin ja gar nicht loswerden. Wenn aber nun jeder - da der Preis ja ohnehin gleich ist - Super tanken wird, gibt es keine Nachfrage mehr für Normalbenzin, ergo müssen sich dann die Mineralölkonzerne "schweren Herzens gezwungen sehen", den Normalbenzin, aufgrund der inzwischen so geringen Nachfrage ja besonders unwirtschaftlich, abzuschaffen. Was die uns da wohl für ein Trauerspiel auftischen werden..
Nunja, alleine diese Entwicklung hat wohl am Wochenende für Verwirrung gesorgt. Noch mehr Verwirrung stiften aber anscheinend die plötzlichen Preisabfälle an den Tankstellen: vielerorts wird berichtet, Super- und Normalbenzin seien auf bis zu 1.339 Euro/Liter abgefallen, SuperPlus auf 1.369-1.409 Euro/Liter, was somit wieder ein Niveau darstellt, wie noch im 2. Quartal dieses Jahres (April-Juni). Damit aber nicht genug: von diesem urplötzlichen Preisabfall, unter das Niveau der Preise vor dem großen Anstieg vor 4 Wochen, scheinen die Preise für Dieselkraftstoff aber nicht beeinfluss worden zu sein: Diesel steht Berichten vieler autoKi User aus dem ganzen Bundesgebiet zufolge auf dem gleichen Preis, bzw gerade einmal 2 Cent unter dem Preis von Normal- und Superkraftstoff, eben auf 1.309-1.339 Euro/Liter. Versuchen die Konzerne nun auch noch den Dieselvorteil endgültig einzudämmen, Otto-Fahrer glücklich zu stimmen, indem die Preise extrem gesenkt wurden und Dieselfahrer - denen, die bisher immer noch günstig fahren konnten - das gleiche Geld aus der Tasche zu ziehen, wie den Ottofahrern? Immerhin: ein geschickter Schachzug. Während man die eine Fraktion unendlich glücklich stimmt, schafft man es, der anderen Fraktion viel Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne, dass diese sich besonders darüber aufregt. Denn: der Preis für Dieselkraftstoff steht nach wie vor auf dem gleichen Niveau, wie seit der Erhöhung vor 3-4 Wochen, ist sogar seit dem 1-2 Cent heruntergegangen.
War das also der taktische Schachzug der Konzerne, Diesel- und Ottofahrer nahezu gleich zu stellen? Immerhin wurden ja die Preise für alle Kraftstoffe vor 4 Wochen angehoben, niemand konnte sich beschweren, gegenüber den anderen ungerecht behandelt worden zu sein. Gesenkt werden die Preise dann allerdings nur für eine Fraktion, in der Hoffnung, die andere werde schon nichts mitkriegen?
Es bleibt interessant, wie dieses Spielchen nun weitergespielt werden soll und wohin sich die Preise letztendlich nun in der Relation zueinander bewegen werden. Ich bin mir aber sicher, dass das nur der Vorbereitungszug für ein strategisches Schachmatt des Verbrauchers war..
Geschrieben von Sebastian Bauer
in Allgemein, Medien und Zeitgeschehen
um
15:26
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